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3. Kurze Geschichte des Friedhofs

Im Mittelalter wurde das Begräbnis in die Kirche und in ihre direkte Umgebung verlagert. Seitens der Kirche wurde die Urnenbestattung abgelehnt. Als man begann, verschiedene Heiligenreliquien in die Kirche zu bringen, war es auch der Wunsch der Gläubigen, „am Tag des Jüngsten Gerichts“ ihren Heiligen nahe zu sein. Aus diesem Grund wurden die Begräbnisse in dieser Zeit ins Zentrum des Dorfes, beziehungsweise der Städte verlegt.
In der Zeit der Josephinischen Reformen musste die Stadt den Friedhof mindestens eine Meile entfernt umsiedeln. Ptuj wählte den neuen Platz auf dem Gelände des Meierhofes der Propstei, einer leichten Anhöhe oberhalb des Baches Grajena, wo bereits die Kirche hl. Josef stand. Gebaut wurde diese Kirche von den Bürgern von Ptuj nach der verheerenden Pestepidemie. Als die Kirche abgerissen wurde bekam der Friedhof eine Leichenhalle und eine Wohnung für den Totengräber (Bestatter). Auf dem Friedhof wurden bereits im Jahre 1751 Militärinvaliden begraben, offiziell gilt aber, dass der alte Stadtfriedhof von Ptuj seit den 80-er Jahren des 18. Jh. bis 1978 genutzt wurde.