<< >>

1. Der Friedhof als die letzte Ruhestätte

Der Friedhof ist ein bedeutender Teil des menschlichen Lebens und des bestehenden persönlichen und gesellschaftlichen Bildes. Er dient dazu, den Angehörigen eine eigene Art der Trauer und ungestörte Erinnerung an die Toten an einem bestimmten Ort, der getrennt von dem der Lebenden ist, zu ermöglichen.
Der Friedhof ist die letzte Ruhestätte der Verstorbenen, ein Ort der Erinnerung, des Eintritts in die Welt der Trauer und in zahlreichen Kulturen der Ort, an dem sich traditionell die Familien zu besonderen Feier- und Gedenktagen treffen.
Die Orte der letzten Ruhe sind aufgrund der architektonischen, gartenbaulichen und umliegenden Bedeutung ein Teil des materiellen Erbes, sind aber ebenso Teil des immateriellen Erbes, denn sie zeigen ihre kulturelle und religiöse Identität, anthropologische Realität und die mit ihr verbundenen Rituale, Sitten und Bräuche. Friedhöfe sind ein Abbild des Lebens, denn die Beigesetzten waren und sind auf bestimmte Art und Weise noch immer Teil der Geschichte und Kultur des Ortes, Teil eines Zeitraums, wo sie ihren eigenen Eindruck hinterließen.