9. Park des Gedenkens
Im Europa des 20. Jh. und nach der Trennung von Kirche und Staat ging die Trauer von der religiösen in die private Sphäre über und Urnenbeisetzungen waren keine Gotteslästerung mehr. Bereits während der beiden Weltkriege ging die Macht der Kirche in die der Gemeinde über und wurde so Teil von ihr. Daher sind die Gemeinden zur Einrichtung der Friedhöfe und deren Verwaltung verpflichtet. Im ehemaligen Staat Jugoslawien trennte man zwei Arten von Beisetzungen, zivile und kirchliche.
Heute ist der Friedhof „Park des Gedenkens – alter Stadtfriedhof Ptuj“ umgestaltet, ist aber noch immer Raum der Pietät, zur Erinnerung an die hier Beigesetzten und Ausdruck der Achtung gegenüber ihren Angehörigen und all jenen, die herkommen und sich vor den Toten verneigen. Wir bewahren diesen Ort als grüne Oase im direkten Stadtzentrum und zeigen, dass wir unsere Vergangenheit schätzen. Denn wer keine Vergangenheit hat, hat keine Zukunft. Das Projekt wurde zu einem Teil von der EU finanziert – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, den anderen Teil steuerte das Ministerium für Umwelt und Raum bei.


