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17. Kinder

Die Sterblichkeit von Kindern war am Übergang zum 20. Jh. zwar wesentlich geringer als in den Jahrhunderten zuvor, es stieg aber die Zahl der totgeborenen Kinder zu Hause und im Krankenhaus. Totgeborene Kinder aus dem Krankenhaus wurden dem Totengräber übergeben, der sie beerdigte. Hatte die Familie ein Grab, fanden sie darin Platz, andernfalls wurden sie in einem bestimmten Teil des Friedhofs beigesetzt.
Geborene Kinder wurden in der Vergangenheit äußerst schnell getauft, da man Angst hatte, dass sie vor der Taufe sterben und man sie nicht nach christlichem Brauch beisetzen könnte. Gemäß der christlichen Lehre kann jeder, der bei der Geburt anwesend war, z. B. die Hebamme, das Kind mit Wasser taufen.
Vor dem Jahr 1960 wurde der Tod im Gelände vom Leichenbeschauer bestimmt, die sich oft verschiedener Hilfsmittel bedienten: zum Beispiel mit einem Spiegel, den sie dem Verstorbenen vor den Mund hielten und der beim eventuellen Ausatmen beschlagen würde.