16. Gefangene
Das Denkmal wurde 1950 aufgestellt und ist den 20 Gefangenen, die am 8.2.1945 an der Friedhofsmauer erschossen wurden, gewidmet.
Während der beiden Weltkriege gab es in Ptuj viele deutschorientierte Menschen und Konflikte zwischen Slowenen und Deutschen gab es oft. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg vom deutschen Militär besetzt und einstweilen übernahmen die Mitglieder des schwäbisch-deutschen Kulturbunds die Macht. Ptuj wurde Sitz des Besatzungsbezirks, von wo aus die Deutschen mit der Deportation von annähernd 640 Slowenen begannen.
Die Gefangenen waren überwiegend Mitarbeiter oder Angehörige der Befreiungsbewegung, die von den Nazis getötet wurden, deren Tod sie in Bekanntmachungen veröffentlichten. Die Gefangenen wurden von keinem Gericht verurteilt, über ihr Schicksal entschied der Kommandant der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes in der Untersteiermark. Über die Todesstrafe wurden die politischen Gefangenen erst kurz vor der Erschießung informiert. Bis Oktober 1942 konnten sie einen Abschiedsbrief schreiben, später war ihnen auch das nicht mehr erlaubt, weshalb einige heimlich schrieben.


