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15. Friedhofsmauer

Die Josephinische Vorschrift bestimmte, dass der Friedhof eingezäunt sein muss. Die Art der Einzäunung war von den finanziellen Möglichkeiten der Pfarre abhängig. Die Stadtgemeinde Ptuj baute um den Friedhof eine hohe Ziegelmauer. An die Mauer lehnte man die Gräber, die Mauer an sich war Stütze für die Grabtafeln und Denkmäler. Die Friedhofsmauer hatte mehrere Eingänge. Der Haupteingang aus Richtung Stadt, der von einem großen schmiedeeisernen Tor geschlossen wurde, war am Bach Grajena. Eine andere kleinere und Behelfstür führte nach Rabelčja vas. Zur Zeit der Erweiterung des Friedhofs entstand außerhalb der bestehenden Friedhofsmauer auch der Eingang von der Straße Volkmerjeva cesta.
Als im Jahre 1860 die evangelische Gemeinde Ptuj beim Stadtfriedhof ein Grundstück dazukaufte, hat sie ihren Friedhof mit einem besonderen Eingang mit schönem Schmiedetor, von gleicher Höhe wie das Tor am Haupteingang, abgegrenzt.
In der Zeit des Zweiten Weltkriegs wurden an der Außenseite, direkt neben dem Tor, das sich nach Rabelčja vas öffnet, Gefangene von den deutschen Besatzern erschossen. Die Einschusslöcher sind noch in der Wand zu sehen.