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13. Evangelischer Teil des Friedhofs

Dem evangelischen Glauben traten gegen Ende des 19. Jh. in Ptuj die deutschnational orientierten Bürger bei. Hier wurden hinzugezogene Beamte und Bürger beigesetzt.
Im Jahre 1860 entschied sich die evangelische Gemeinschaft, die in Ptuj bereits vor diesem Jahr bestand, ihren eigenen Friedhof einzurichten. Am 30. März dieses Jahres wurden die Mitglieder der evangelischen Gemeinschaft aufgerufen, monatlich etwas dem Fonds für die „periodische Durchführung der Dienste Gottes“ und die „würdevolle Beerdigung der armen gläubigen Evangelisten“ beizusteuern. Bereits am 4. August desselben Jahres kauften sie ein Grundstück in Kaniža – Wiese im Ausmaß von 525.25 Quadratklafter (1.889,32 m2), in unmittelbarer Nähe des römisch-katholischen Stadtfriedhofs. Ein Klafter Grundstück kostete 75 Kreuzer.
Am 12. Oktober 1869 genehmigte das höhere Kommando in Wien den Evangelisten die finanzielle Unterstützung des Friedhofs, denn sie bewiesen, dass sie auf ihm hauptsächlich Soldaten beisetzten.