2. Friedhöfe in Ptuj
In Ptuj gab es seit dem Mittelalter mehrere Friedhöfe an verschiedenen Orten. Adlige Familien, einschließlich der Herren von Ptuj, fanden ihre letzte Ruhe in der Krypta der dominikanischen Klosterkirche. Der Adel aus der Umgebung und einige Bürger wurden im Minoritenkloster beigesetzt. Das städtische Krankenhaus (Spital) hatte für verarmte Spitalinsassen einen eigenen Friedhof (seit 1315, Hof der heutigen Musikschule). Juden und Andersgläubige wurden auf dem jüdischen Friedhof, beziehungsweise später auf dem Friedhof Aller Heiligen, beigesetzt (Judenviertel in der Jadranska ulica, im 13. Jh.). Die Einwohner der Ptujer Vorstadt Kaniža wurden auf dem Friedhof bei der Kirche sv. Ožbalt (hl. Oswald) beigesetzt. Der zentrale Stadtfriedhof ist um die Kirche sv. Jurij (hl. Georg) eingerichtet. Bei dem großen Brand, der am 16. Mai 1684 ausbrach, ist er fast vollkommen zerstört worden.
Der Friedhof ist stets im Rahmen der sanitär-hygienischen Vorschriften betrachtet worden. Die Beisetzung musste an den dafür bestimmten Stellen vorgenommen werden, womit die Ausweitung ansteckender Krankheiten und Verunreinigung des Grundwassers eingeschränkt werden sollten.


